„Eine Eruption der Verzweiflung, beschreiben Hamburger Beteiligte, beeinflusst durch die alltäglichen Gewalterfahrungen in der Folge des 1. Weltkriegs, verschärft durch eine ihre Existenz und die ihrer Familien bedrohende endlose ökonomische Krise. Ein Aufbegehren gegen die menschenverachtende Brutalität, gegen die andauernde Liquidation politischer Gegner, sei es in den Aufständen in Sachsen, in Thüringen oder im Rheinland, sei es in den Putschversuchen im Ruhrgebiet, Kapp-Putsch Berlin, Hitler-Putsch München, sowie gegen den 1923 nicht enden wollenden alltäglichen Terror. Der Hamburger Aufstand – nach drei Tagen isoliert – ohne Bedeutung für das Deutsche Reich? Die Strafgerichte verhängten in der Folge sieben Todesurteile, keines davon wurde vollstreckt, auf der Basis einer im Jahr 1925 erlassenen Amnestie.“
BRD 1971, 105 Minuten, S/W
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin